Der
Urlaub war wieder mal fällig. Entgegengesetzt unserer ersten Planung
ins Elbsandsteingebirge zu fahren, haben wir uns umentschieden. Es ging
mit dem Anhänger zum Forumstreffen zu Rupert nach Bayern. Die Anreise
ging am Freitag den 23.Juli morgens um 2 Uhr15 in Hamburg los. Wir wollten
noch den Heideschlumpf Jürgen mit seiner Tanja abholen. Gegen 3 Uhr trafen
wir dort ein. Dann ging es über die Autobahn Richtung Halle, Dresden
über Regensstauf nach Dingolfingen. So gegen 15 Uhr liefen wir
dann bei Rupert
auf. Gonzo und Matthias waren auch schon da. Sie hatten die Tour von
Muster aus auf eigener Achse absolviert. Alle Achtung fürs erste Mal.
Glückwunsch Gonzo. Nun erst mal ein großes Hallo und tolle Begrüßung.
Mama Zündapp hat uns
gleich
ins
Herz
geschlossen.
Abladen, etwas trinken und dann ging zum Abendschoppen zum Forumstreffen
nach Bachhausen. Dort saßen schon einige. Das uns bekannteste Gesicht
war Chris Leuchs. Der versuchte gerade ein Zelt aufzubauen und die Luftmatraze
mit dem
bordeigenen Reifenfüller seines Autos aufzufüllen. Was mit einem Höllenlärm
des Kompressors ca. 20 Minuten in Anspruch nahm. Leider war es nicht
besonders trocken.
Aber der Wirt hatte für einige Zelte und einer Holzhütte gesorgt. So
wurde dann schon mal der Abend eingeläutet. Es bleib so trocken (äußerlich)
das sogar ein Feuer angezündet werden konnte. Nun ich muss schon
sagen, die Bayern sind trotz ihres Dünnbieres recht trinkfest. Vor allem
wenn REDBULL mit Jägermeister ins Spiel kommt. Singen und musizieren
können sie auch gut, was ausreichend bewiesen wurde :-)). Einge
kamen auch recht spät ins Bett und hatten am Samstag diverse Probleme.
Am Samstag sollte eine Ausfahrt stattfinden die wegen der vielen Nichtschwimmer
und nicht putzen wollenden Mopedfahrern abgesagt wurde. Leider kamen
auch nicht sehr viele. Aber es so wie auf den meisten Treffen, der harte
Kern hält durch. So brachten wir den Tag mit klönen singen und
einem Besuch im Industriemuseum von Dingolfingen bis in den späten Abend
zuende.
Am Sonntag war uns der Wettergott hold. Die Sonne schien. Pünktlich
um 10Uhr kamen so ca. 35 Mopeds angefahren. Die Tour ging so über 80
km wo auch Teststrecken für den Geschwindigkeitsrausch dabei waren.
Wer die Rennen gewonnen hat möchte ich hier nicht ausführen :-))))))!!
Nach dem die Ausfahrt zuende war, beschlossen die Nordlichter noch einen
Besuch bei Chris in Hutthurn abzustatten Dort gab es erst mal Kaffee
und Kuchen. Ein Besuch in seinen heiligen Hallen gab es auch noch. Wie
das so eben ist, wenn man in so einem Laden steht, fällt einem immer
wieder ein, was man noch unbedingt braucht. Solch eine Gelegenheit
läßt man sich ja auch nicht entgehen.
Der Abend war diesmal gesittet, denn wir wollten ja am Montag mit den
Mopeds auf eine Rundtour. Nachdem wir uns von den restlichen Nordlichtern
verabschiedet hatten ging es los Richtung Furth im Walde. Auf dem Weg
bei einem Halt auf dem Marktplatz in Waldmünchen, trafen wir einen Weltenbummler.
Die Härte war, er war mit einer BMW und seiner Frau auf Weltreise. Nun
kommt
es:
er kam aus AUSTRALIEN und war schon 5 Monate unterwegs. Er hatte noch
3 Monate nach, die er noch in Deutschland und England verbringen wollte
bevor er sich wieder nach AUSTRALIEN einschiffen wollte. Nach einem
langen Gespräch, mehreren Cappuchinos und Fotos trennten wir uns.
Der weitere Weg ging
dann nach Westen nördlich von Regensburg nach Pottenstein in
die Bärenschlucht. Diese hatten wir durch Zufall wieder gefunden, denn
sie kam uns bekannt vor. Sie war ja eine Station der ersten Reise 2005
von Hamburg zum Großglockner. Durch Zufall sahen wir im Campingplatz
Restaurant eine Aushang über ein Mopedmuseum in Hiltpoltstein mit über
140 Motorrädern aus den Jahren 1928-1970. Am nächsten Morgen ging es
dann in die Richtung. Auf dem Weg dahin hatten wir uns, wie jedes mal
verfahren und fuhren ganz schnell unwissender Weise durch ein militärisches
Sperrgebiet.
Einge Arbeiter in einem Sägewerk winkten uns zu; wir wieder zurück.
Danach wußten wir auch warum :-))!
Nach einigen Umwegen durch die tolle Landschaft fanden wir auch das kleine
private Museum. Es wurde auf dem Plakat nicht zu viel versprochen. Wir
wurden freundlich und nett von dem Besitzer begrüßt. Er zeigte uns
was gerade am Restaurieren war. Es war eine schöne 2 Zylinder Honda,
die er vor dem Schrottplatz bewahrt hat. Den Rundgang durch das Haus
machte sein Sohn. Es begann im Keller, dann zum Erdgeschoss in
das Obergeschoss. Es war einfach traumhaft was dort an Schätzen lagerte
und
auf die Restauration
wartete. Einige der alten Modell waren nur Konserviert um den letzten
Zustand zu erhalten. Es würde die Seite sprengen alles zu erzählen, ich
kann Euch nur empfehlen dort vorbei zu fahren.
Hier die Adresse: Manfred Brünner, Möchs 27, 91355 Hiltpoltstein/Ofr.
Tel 09245/1231.
Er hat immer geöffnet.
Leider war uns der Wettergott nicht sonderlich gut gestimmt, so beschlossen
wir, einen Tag früher als geplant, zurückzufahren. Also ging es durch
das Altmühltal bei Sonnenschein zurück nach Dingolfingen. Das Altmühltal
ist eine Domäne für Motorradfahrer, Radfahrer und Wasserwanderer. Ach
so ich vergaß den Besuch in dem bekannten Steinbruch von Sollnhofen,
wo der erste Flugsaurier gefunden wurde. Leider konnte ich keine Bilder
machen, weil mein Akku leer war. Hier saßen die Leute lehmverschmiert
zwischen den Steinplatten und prügelten oder mit ganz zarten Schlägen
auf die Steine ein. Ein Familienvater saß am Rand auf einem Stuhl und
sah seiner Familie die in der Hitze die Steine bearbeiten mit einem
permanenten Lächeln zu. Warum wohl :-)). Als er uns sah schaute er erst
mal ein wenig verdutzt. Als wir von einem kleinen Rundgang zurückkamen,
fragte er uns, ob wir mit den Mopeds die auf dem Parkplatz standen
hier wären. So kamen wir wieder in das übliche von früher Gespräch.
Auf dem Rückweg fuhren wir immer vor einer riesigen Regenwolke daher.
Dann bekamen die beiden Peters Kaffeedurst. Wir machten also im Sonnenschein
rast. Wie ihr Euch denken könnt holte uns die Wolke ein. Als dann auch
noch Rupert anrief, das das Essen fertig sei und wo wir blieben, machten
wir uns im strömenden Regen auf den Weg. Das hätten wir ohne Kaffe nicht
abbekommen, aber wenn die Sucht stärker ist. Nun denn, wir schafften
es mit etwas Verspätung doch noch. Wir hatten noch einen netten Abend
mit Rupert und seiner Familie.
Vielen Dank nochmal für die tollen und netten Tage bei Rupert und Familie.
Nach 1700 km Autofahrt und 1000km Mopedtour durch Bayern lief alles ohne
Ausfälle und Schäden ab.
Herzlichst Eure Freunde,
Harald
und der Rest der Nordlichter :-))