Dresdentour 2012

Seit 3 Jahren haben wir über eine Tour Richtung Elbsandsteingebirge gesprochen. Nie hat es geklappt. Dieses Jahr mußte es sein. Am 20.07 war es dann soweit.
Bernd, Thomas, Peter und ich (Harald) machten uns auf den Weg. Das Wetter sah ja einigermaßen gut aus; am Tage vorher hatte es noch geregnet. Aber wir sind ja wie man so schön sagt, nicht aus Zucker.
Die 4 Daltons starteten bei Kilometerstand 36654 km(KS50).


Die Route so grobe Richtung: Wittenberge - Standal - Dresden - Decin - Bautzen - Berlin/Spreewald - Schwerin – Hamburg.

Der 1. Stop war in Dömitz am Hafen. Dort gab es eine leckere Fischmahlzeit; gut und heiß für 5,00 Euro. Danach ging es weiter Richtung Stendal. Wie es nun mal so üblich mußte unterwegs auch ein stationärer Blitzer getestet werden. 3 schöne Passfotos gab es ? . In der Nähe von Standal gab es dann einen Camper.
Der Name war Wischer:
Der sehr gepflegte Campingplatz im Herzen der Altmark im Städtedreieck Stendal-Arneburg-Tangermünde ist an einem ca. 5 ha großen Baggersee in reizvoller Waldlandschaft gelegen.
Der Platz ist ein naturbelassenes Gelände, überwiegend mit hohen Kiefern und Birken bewachsen. Neben dem Campingplatz liegt ein Baggersee. Der See lädt zum Baden und der große wunderbare Sandstrand zum Verweilen ein.

Nach dem Aufbau der Zelte mussten wir erst mal futtern. Das Essen war lecker. Um nicht zuviel zu zunehmen spielten wir abends noch eine Runde Billard.
Am nächsten Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück mit Spiegelei !!! Um 9:45 ging es dann wieder los. Die Mopeds liefen gut. Nur Bernd hatte ein paar Ölverbrennungsprobleme. Mit einfachen Worten, sie qualmte etwas doller. Das gab sich aber nach einer Weile. Wie das aber mal so ist, wenn Thomas und Peter aufeinander treffen, es ging wieder los mit Schädel runter. Peters Kontaktzündung hatte leider bei 110km/h Berg runter Aussetzer. Es war trotzdem ein Tick schneller als Thomas. Nachdem uns der Wettergott anfänglich gut gesonnen war, sah es gegen Nachmittag, als wir in Meißen eintrafen nicht mehr ganz so gut aus. Es kam etwas Feuchtigkeit auf. Gott sei Dank nicht sehr viel. Nun wurde es spannend, denn Thomas hatte sein Smartphone Navi eingeschaltet um das Hotel in Dresden zu lokalisieren. Wir sind 3 x um den Hauptbahnhof über Radwege und gesperrte Straßen gefahren, denn das Navi wußte den Weg nicht. Also blieb uns nichts anderes übrig und wir fragten einen Dresdener der aus Vietnam kam. Wir waren gar nicht soweit von dem Hotel entfernt. Wir hätten nur statt nach rechts nach links fahren sollen.
Prima, wir hatten es gefunden. Nach dem Einchecken ging es mal los etwas zu futtern zu suchen. Wir liefen an dem Zwinger vorbei über die Elbe um in der Altstadt ein Lokal zu suchen das Thomas schon kannte: Watzke. Leider war das Essen nicht sehr gut. Unser Restauranttester hatte uns schlecht beraten. Dafür hatten wir noch in einem Kaffee in dem Olga bediente, noch um 22Uhr leckeren Kuchen.:
Peter: 2 x Schwarzwälder mit Sahne
Thomas: 2 x Tiramisu
Bernd: 1 x Vanille Mohn,
Harald: 1 x Vanille Mohn.
Peter hat trotzdem Olgas Tel. Nr. nicht bekommen!!!
Am 22.07. standen wir etwas später auf, da es heute einen Kulturtag geben sollte. Nach dem ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit dem BUS, Seilbahn und Schiff. Die Rundfahrt war sehr interessant. Es gibt schon schöne Bauten in Dresden.
Da das Wetter sehr warm war, hatten Peter und Thomas ein paar Probleme mit den leicht bekleideten Mädels. Die beiden hatten Stielaugen bekommen, so dass wir ihnen in einer Eisdiele erst mal eine Abkühlung verpassten. Abends saßen wir dann noch eine Weile auf dem Hoteldach und haben die Stadt von oben bewundert.
Am nächsten morgen dann der Start. Alles wieder verzurren und aufsatteln. Der nächste Stop war die Festung Königstein. Das war eine sehr imposante Festung. 9,5 ha groß. 1379 als Burg gebaut und 1587 zur Festung umgestaltet. Von der Festung aus sah man die Elbschleife, die noch imposanter war als die Saarschleife.
http://www.koenigstein-sachsen.de/ Einen Besuch kann ich nur empfehlen.

Es kam wie es kommen mußte als wir wieder starteten, riss bei mir das Kupplungsseil. Der Niuppel am Griff war durchgebrochen. Thomas hatte einen Speichenbruch der glücklicherweise nicht zum einem Totalausfall führte.
Die Weiterfahrt führte uns die Elbe weiter aufwärts. Richtung Decin in der Tschechei.
Uns wurde vertrauensvoll mitgeteilt, das dort an der Straße reichlich hübsche Mädels stehen sollten. Wir haben nicht eine gesehen. Nur ein Liebeshotel das schon sehr heruntergekommen aussah.

Auf dem Marktplatz war dann Mittagessen angesagt. Das Essen war sehr sehr gut und preiswert. Dafür sind die Straßen entweder schlecht oder wenn sie gut sind langweilig, da sie gerade aus gehen. Über Ebersbach ging es wieder über die Grenze zurück. Nachdem wir uns wieder mit dem Navi verfahren hatten, so ca. 180 km Umweg (für Eingeweihte sage ich nur Grünberg) fanden wir eine Gaststätte mit einer Ferienwohnung. Man kann sich nicht vorstellen. Es waren den ganzen Abend nur 10 Gäste zum Essen da. Wie die überleben können ist mir schleierhaft. Außerdem war in der Gegend nichts los. Frühstück bekamen wir leider nicht, aber es gibt ja genügend Bäckereien unterwegs. Unsere Richtung war nun gen Berlin zum Spreewald. Hier war auch ein Tag Pause angesagt. Es musste eine Bootsfahrt durch den Spreewald mitgenommen werden. Der Gondoliere war ein waschechter Berliner mit einer entsprechenden Sch….e, der war am Stöhnen es ging ihm so schlecht, das er sich keine Holzfenster in seinem Haus gönnen konnte, er hatte nur Kunststofffenster. Er hat von uns 3 Mützen Mitleid bekommen.
Für die Weiterfahrt beschlossen wir über Siedenbüssow zum Gutshaus, wo wir dann übernachteten. Auf dem Weg dorthin brach Bernd eine Speiche, die zu einem sofortigen Platten bei 70 km/h führte-. Er hatte Glück, dass es auf gerader Strecke passierte und nicht in der Kurve. Also Rad raus, Speichenreste entfernt und einen neuen Schlauch (den Thomas Gottseidank mit hatte) wieder rein. ½ Stunde reichte uns und dann ging es weiter. In Siedenbüssow wurden wie dann mit einem großen Hallo begrüßt. Nach ein paar wohlverdienten Bieren gingen wir diesen Abend recht früh in die Puch.
Am nächsten Morgen Abfahrt zur Tagestour nach Rügen. Wir wollten die neue Brücke, die wir schon mal in der Bauphase gesehen hatten, überqueren. Nach einer Erfrischung (Apfelschorle) zuckelten wir dann wieder zurück zum Gutshaus. Es wurde eine etwas längere Nacht, da wir reichlich Gesprächspartner, über was könnt ihr Euch ja denken, gefunden hatten. Es wurde besprochen, den nächsten Tag morgends um 6 Uhr zu starten. Leider fing es um 5 an zu schütten. Sche… also packen, Regenklamotten an und dann ab zur Autobahn. Wir hatten Glück und fanden 2 LKW´s also ranhängen und mit 95 km/h über die Bahn . Wir waren in 4 ½ Stunden zuhause.

Gesamtfahrleistung: 1841 km
Durchschnittsverbrauch meiner KS50: 2,9 l/100 km
1 Kupplungszug
1 Gasszug
1 x Kontakte
2 Speichen gebrochen
1 Schlauch
1 Spiegel
Ansonsten verlief die Tour ohne nennenswerte Vorkommnisse.
Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr. Mal sehen wohin die Mopeds uns tragen .


Harald und Konsorten