Pfingsttour zur Villa Löwenherz


Nehme ich nun die Kreidler oder die Zündapp? Diese Frage stellte sich mir ein paar Tage vor der Abreise. Nachdem ich die ältere Lady nach der Überholung Probe gefahren und meinen Kumpel Peter besucht habe, kam diese Frage auf. Eigentlich gibt es da nichts zu überlegen, meinte Peter die Kreidler muss mit, damit seine RS nicht so allein ist.
Also war es entschieden.
Am Freitag um 6 Uhr morgens tauchte dann der Transporter von Peter auf. Alles geschwind eingeladen und ab ging es. Wir hatten beschlossen, das die Anfahrt mit dem Auto geschehen soll. Die Tour dorthin hatten wir schon mehrfach auf eigener Achse bewältigt. Nach einer stressfreien Anfahrt sind wir dann gegen 11Uhr angekommen. Marta erwartete uns schon. Das Wetter war gut und trocken. Also alles ausladen und dann ab durch die Mitte. Einfach wohin der Wind uns treibt :-)). Der Bogen ging über Uslar Dassel Einbeck. Dort hatten wir ein lustiges Erlebnis.
Nachdem wir die hübsche Altstadt besichtigt hatten, war es Pflicht die Brauerei anzulaufen. Da diese im Altstadtkern liegt war es für uns mit den Mopedstiefeln kein Problem diese zu besuchen. Zuerst haben wir uns vor dem Eingang fotografiert. Dann kam Peter, wie immer, auf die Idee nach Aufklebern zu fragen. Also ran ans Pförtnerhäuschen. Zur Überraschung fanden wir dort eine nette Dame vor. Leider wurde aus den Aufklebern nichts, da die Werbemittel der Brauerei zur Zeit neu gestaltet wurden und deshalb keine mehr vorrätig sind. Aber,…. sie könnte uns jedem eine Flasche Bier mitgeben. Wir könnten auch mehr haben, doch leider hatten wir keinen Platz für eine ganze Kiste. Also ein Foto für die Internetseite und weiter ging die Fahrt.
Da ich meinen Motor grade überholt hatte, neue Kurbelwelle und Zylinder neu beschichtet, war ich etwas skeptisch ob das ganze durchhält. Aber nach 50 km wurden dann die Bedenken beseite geräumt und ab ging es zur Drehzahlorgie. Da das Weserbergland sehr hügelig ist mußte ich teilweise in den 2 Gang. Mit Nenndrehzahl und 60 km/h ging es die Hügel rauf (14%). Bergab dann mit Nenndrehzahl und Vollgas im 5. Gang. Der Motor sang in den höchsten Tönen. Eben RS-Summen.
Der Rest lief ziemlich unspektakulär ab. Über Moringen, Hardegsen und Adelebsen fuhren wir wieder zurück zu Marta, wo wir von einigen Bikern mit großem Hallo begrüßt wurden. Wir hatten den Tag 190 km auf der Uhr. Der einzige Ausfall war meine Rücklichtbirne.
Abends kamen dann wieder die großen Gespräche. Es waren auch viele aus dem hohen Norden anwesend. Sogar aus Dänemark. Peter kannte schon einige vom Vorjahr. Mit denen wurde es eine lange Nacht. Leider wurde uns vom Wetterbericht keine gute Prognose mitgeteilt. Da wir am Samstag nicht mit Gewalt fahren wollten, haben wir uns auf einen kleinen Spaziergang und viele Gespräche eingelassen. Trotzdem der schlechten Prognose sind einige gefahren. Na ja, wir haben uns das für den Sonntag vorgenommen.
Am Samstag morgen kam ein Holländer auf uns zu. DUCATI-Fahrer. Er meinte, da wir ja Kreidlerfahrer sind und er das noch aus früheren Zeiten selber kennt, ob wir 3 U-Scheiben M6 dabei hätten? Seine Verkleidung hätte sich losvibriert hatte. Also Peter ran an seinen Servicekoffer und die Schraubendose geöffnet. Siehe da, er hatte welche dabei. Der DUC Fahrer war glücklich. Am Abend standen auf einmal 3 halbe Bier als Dankeschön vor uns. Ich glaube wir müssen unser Material-Angebot erweitern. Die Abendveranstaltung war heute nicht so lang, da wir unbedingt am Sonntag fahren wollten. Nach dem knackigen und ausgiebigen Frühstück Regenklamotten eingepackt und ab ging die Post Richtung Edersee. Die Holländer wollten auch in die Richtung. Es war noch recht schattig aber trocken. Die Mopeds liefen gut. Die Drehzahlen waren hoch und wohlklingend. Wir haben den Motoren nichts gegönnt. Die Fahrt ging über Landau am Twistestausee vorbei Richtung Waldeck. Kurz bevor wir Waldeck passierten, riss der Himmel auf. Ein strahlendes Blau und Wärme begrüßte uns. Runter die Kurvenstrecke Richtung Staumauer. Als wir gerade unsere Mopeds abgestellt hatten, und zur Staumauer liefen kamen die holländischen DUCATI Fahrer auch an. (Ich sage nur Hase und Igel). Das übliche, ein Fußmarsch über die Mauer mit einem Besuch der Restauration auf der anderen Seite. Dort fand gerade ein Exkurs mit 20 Segways Elektrorollern statt. Es war interessant an zusehen. Mit Kuchen und Schnitzelgenuss im Sonnenschein haben wir uns gestärkt. Ein Besuch auf dem Schloß Waldeck war Pflicht. Nachdem wir die Mopeds bis ganz oben zur letzten Parkmöglichkeit raufgequält hatten ging es zu Fuß weiter. Auf dem Schloßplatz wurde ein altertümlicher Markt abgehalten. Es war sehr interessant. Die Sonne meinte es sehr gut mit uns. Deshalb wieder rauf auf die Mopeds und ab Richtung Beverungen. Da wir noch Zeit hatten, wollte mir Peter noch Höxter zeigen. Auf dem Weg dorthin mußten wir in euinem Ort anhalten, da dort ein Schützenfest-Umzug stattfand.
Die Altstadt von Höxter lohnt sich wirklich. Es gibt dort noch schöne alte Häuser. Aber darüber mehr beim nächsten Mal.
Wir sind trocken zurückgekommen. Abends ging es dann wieder in die Gaststube zu den Benzingesprächen. Wir haben viele nette alte Bekannte getroffen und neue dazu kennengelernt.
Am Montag haben wir uns Zeit gelassen, ausgiebig gefrühstückt und allen anderen beim Packen zugesehen. Es war wieder mal ein Sch…wetter. Wir haben die Fahrer bedauert die in Richtung Regen fahren mussten.

Es war einmalig schön das Wochenende. Ich habe gut 1,5 kg zugenommen und 380 km abgerissen.
Das Essen war einfach SPITZE.

Ich freue mich schon auf das Schnapsglasstreffen im Oktober vom 11-13.10 in der Villa.

http://www.villa-loewenherz.de/programm.html

Immer eine Handvoll Sprit im Tank
Harald


 

Für Eingeweihte!!