Oschersleben 2014

Das besondere Erlebnis
1. Trainingslauf 2014 in Oschersleben(Bode)

Am 4.5. rief mich Bodo an, das es morgen früh um 5Uhr bei ihm losgehen soll, da er pünktlich zur Fahrerbesprechung in Oschersleben sein will. Also hieß das um 4 Uhr zu hause los.
Um 3Uhr48 bin ich aus dem Schlaf hochgeschreckt, da mein Wecker nicht funktionierte (hatte ihn falsch programmiert :-)) ).
Also raus aus dem Bett, fertig machen und ohne Frühstück los. Nun habe ich Gottseidank den geringen Verkehr in Hamburg um diese Zeit nicht im Hinterkopf. Also war ich um 4Uhr40 bei Bodo. Nun hatte er das Nachsehen, er musste in die Hufe kommen. Mit kauendem Mund habe ich ihn am Telefon erwischt.
Aber wir sind ja nicht nachtragend und um 5Uhr05 losgekommen. Die Straßen und Autobahnen waren zu unserem Glück in unserer Richtung frei. Die A2 Richtung Hannover war rappelvoll. Ein LKW nach dem Anderen. Kurze Rast mit Brötchen, daß ich während der Fahrt verzehren musste, da der Rennleiter unter Zeitdruck war. Wir haben es aber geschafft. Pünktlich zur Fahrerbesprechung sind wir um 7Uhr50 eingetroffen.
Bodo fluchte, sie hatten ihn in die schnellste Gruppe (4) einsortiert. Dort waren unter anderem die 1000er unterwegs. Der Unterschied war Gruppe 1 waren Anfänger und Gruppe 4 die mit mehr Erfahrung. Das war aber besser, weil die einen nicht so einfach abschießen. Die halten meistens ihre Linie und fahren nicht auf Krawall. Um 8Uhr startete die Gruppe 1 und prompt in der ersten Kurve hat es einen zerlegt. Es sollte nicht der letzte sein.
Wir hatten Glück, das erste Training begann für Bodo um 9Uhr30. Also konnten wir in Ruhe alles ausladen und seine 125er Honda fertig machen
Bodo hielt den Finger in die Luft. Luftdruck nicht sehr hoch Sauerstoff aber gut. Also die Düse im Vergaser eine Nummer größer. Reifendruck getestet etwas dazugepumpt. Um 8Uhr30 dann auf die Strecke. Da es nur eine Aufwärmrunde war nahmen wir keine Rundenzeit. Es lief ganz gut. Als er zurückkam wurde erst die Kerze kontrolliert. War etwas zu grau und der Kolbenboden zu blank. Düse wohl noch zu klein. Der Blick auf den gelben Planeten, der sich in voller Pracht und Temperatur zeigte das die Düse wohl doch richtig sein könnte, aber die Lufttemperatur war erst bei 17° im Schatten. Also aus reiner Vorsicht doch raufdüsen. Es zeigt sich das die Entscheidung richtig war.
Nun gut auf zur nächsten Runde. Die erste Runde lag bei 00:01:56. Es wurde immer besser. Nach der 8. Runde lag er bei 1:52. Das war die Zeit vom Vorjahr. Er war mit dem Ergebnis zufrieden. Nach diesem Ergebnis haben wir uns mit den bekannten anderen Teilnehmern zusammengesetzt und etwas gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht und herum geblödelt, wie das so üblich ist. Ich bekam als Schrauber gleich mein Fett weg. Wehe, wenn Bodos Moped nicht läuft dann gibt es mächtig Ärger und so weiter....
Nächste Runde stand an. Alles kontrolliert Benzin aufgefüllt. Bodo saß auf dem Renner ich schob ihn an. 3 m, bumm und er stand. Nichts kam aus dem Motor. Bodo sah runter und schaute mich an. Er hielt die Vergaserabdeckung in der Hand; abgesoffen Sche....! Nun musste ich kräftig Gas geben und ihn so ca. 50 m schieben. Ich betete: bitte spring an, Bodo frisst mich auf. Puhh, sie tat es auch. Er schaute sichtlich erleichtert unter Helm heraus. Nun aber ab auf die Strecke. Das Moped lief wieder gut. Seine Zeit blieb aber bei 1:52.
Da es wärmer wurde entschied er sich für andere Reifen. Also alles umbauen. Es blieb noch 20 Minuten Zeit um die Reifen mit den Heizdecken auf Temperatur zu bringen. Bodo war nicht ganz zufrieden, aber es blieb ihm nichts anderes übrig, als so auf die Strecke.
Diesmal ohne Vergaserabdeckung !!!!
Die erste Runde lag bei 1:54. Dann kam es Schlag auf Schlag. In der 6. Runde war er bei 1:50.
Leider hatte ich in dem Moment als ich ihm die Zeiten mitteilte, keinen Fotoapparat um sein Grinsen aufzunehmen. Es gab einen Grund zu feiern bei Würsten mit Kartoffelsalat. Eine wohlverdiente Pause!
Die anderen Törns verliefen ohne Probleme. Als Vorsichtsmaßnahme tauschten wir das hintere Ritzel, da der Motor in der Zielgeraden mit Rückenwind über 14.000 U/min voll ausdrehte. Es blieb aber bei den 1:50 da er in den Kurven von den Großen ausgebremst wurde. Es war ein gutes Ohmen für den Saisonstart. Mit einem Grinsen und Sonnenbrand im Gesicht ging es dann um 18:30 nach Hause.
Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Rennen bzw. Trainingslauf.
Leider hat es insgesamt 5 Motorräder erwischt. Gottseidank ohne große Personenschäden.

Gruß
Bodo und Harald